VIP - Virtuelles Netz der Pädagogischen Hochschulen

VIP hat zum Ziel die Ressourcen der Pädagogischen Hochschulen in einer gemeinsamen Netzstruktur zu bündeln. Um die vorhandenen Personalressourcen optimal einzusetzen, werden die technischen Dienste der einzelnen Hochschulen integriert und in zwei Kompetenzzentren an den Standorten PH-Freiburg (Anwendungen) und PH-Ludwigsburg (Basisdienste) zentral zusammengefasst.

An allen Hochschulen wurden und werden lokal Medienentwicklungspläne als Bestandteile der Struktur- und Entwicklungspläne erstellt und weiterentwickelt, die in Zukunft zu einem Gesamtentwicklungsplan für die Pädagogischen Hochschulen zusammengefasst werden sollen. In Vorbereitung dazu hatte die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen in Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eine enge Zusammenarbeit auf dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie beschlossen und 2003 das Projekt VIP ins Leben gerufen.

Das Land Baden-Württemberg stattet im Rahmen dieses Projektes „Virtuelles Netz der Pädagogischen Hochschulen (VIP)“ den wissenschaftlichen und studentischen Bereich der sechs Pädagogischen Hochschulen des Landes mit einer modernen und leistungsfähigen IKT-Infrastruktur aus. Das Projekt beinhaltete die Beschaffung von rund 1300 Arbeitsplatzrechnern mit 40 Serversystemen, deren leistungsfähige Anbindung an das Landeshochschulnetz sowie die Nutzung und Bereitstellung gemeinsamer Netzdienste durch die Pädagogischen Hochschulen des Landes erfolgte.
Im Rahmen des VIP-Projektes wurde eine einheitliche IT-Infrastruktur für alle Pädagogischen Hochschulen etabliert, die darüber hinaus eine standort-übergreifende Dienstebereitstellung und Kommunikation erlaubt. Für die Arbeitsplätze wurden Zugangs- und Sicherheitskonzepte entwickelt, die Vorbildcharakter für eine Übertragung an die anderen Landeshochschulen haben sollen.

Mit dem Aufbau von technischen Strukturen wurde die Basis für eine weiterführende organisatorische IT-Integration geschaffen. So soll auch die Zusammenarbeit mit anderen Hochschularten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie und der Neuen Medien weiterentwickelt werden.
Durch die neue Infrastruktur, zukünftig ergänzt durch Support- und Qualifizierungsangebote, wird die Zusammenarbeit von WissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre erleichtert sowie durch Maßnahmen zum Informationsmanagement entscheidend gefördert.

Durch die zukunftsweisende IT-Infrastruktur ist die informationstechnische Grundlage für die intensivere Zusammenarbeit und Maßnahmen zum Wissens- und Informationsmanagement von WissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre geschaffen. Entsprechende Support- und Qualifizierungsangebote sind für die Zukunft geplant.

Durch den mit VIP möglichen direkten Datenaustausch, den Zugriff auf entfernte Ressourcen an den PH´n unabhängig von dem jeweiligen Standort, können erhebliche Vorteile für die Pädagogischen Hochschulen entstehen:
Durch die gemeinsamen Verzeichnis- und Dateidienste, die gemeinsame Lehr-Lern-Plattform und Gruppenarbeitssoftware (BSCW) wird der Zugriff auf die Lehrangebote einer anderen Pädagogischen Hochschule für Lehrpersonen und Studierende im Rahmen von VIP technisch in einfacher Weise möglich. Jede Pädagogische Hochschule räumt dabei den Studierenden anderer Pädagogischer Hochschulen die gleichen Rechte ein, wie den an der eigenen Hochschule eingeschriebenen, insbesondere den Zugang zu Daten, Rechnern der eigenen PH und web-basierten Lehrveranstaltungen sowie die Durchführung von Video-Vorlesungen in Echtzeit, die Speicherung von und den Zugriff auf Aufzeichnungen von Lehrveranstaltungen und musterhaften Schulpraxisstunden für alle Studierende.

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