Aus der 1904 gegründeten Lehrerbildungsanstalt hat sich die Pädagogische Hochschule Heidelberg heute zu einem Zentrum für Bildungswissenschaften entwickelt. Das Lehramt an Grund- und Hauptschulen sowie Realschulen wird hier um dasjenige der Sonderpädagogik bereichert. Studierende spezialisieren sich auf Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, Geistig- und Mehrfachbehindertenpädagogik, Hörgeschädigtenpädagogik, Pädagogik der Lernförderung oder Sprachbehindertenpädagogik.
Früherziehung, Gesundheitsförderung, Straßenkinder- sowie Ingenieurpädagogik
Die Lehramtsstudiengänge werden durch zwei Bachelor-Studiengänge ergänzt. Frühkindliche und Elementarbildung (Felbi) qualifiziert Expertinnen und Experten für anspruchsvolle elementarpädagogische Aufgaben, etwa an Kindertagesstätten und Bildungshäusern. Gesundheitsförderung/ Health Promotion (Geion) vermittelt zentrale Ansätze der Gesundheitsförderung und Prävention und qualifiziert für den wachsenden Gesundheitssektor.
Der Masterstudiengang Straßenkinderpädagogik am Kompetenzzentrum Patio13-Straßenkinderpädagogik – als einer der 365 Orte im Land der Ideen ausgezeichnet – vermittelt praxisnah professionelle Konzepte für die Arbeit mit bildungsfernen Kindern und Jugendlichen.
Der konsekutive Bachelor- und Masterstudiengang Ingenieurpädagogik, kooperativ mit der Hochschule Mannheim angeboten, qualifiziert für das Lehramt an beruflichen Schulen.
Wissenschaftliche Schwerpunkte – Kompetenzzentren
Knapp zweihundert wissenschaftliche Projekte in Lehre und Forschung, zum Teil eng vernetzt mit der Exzellenzuniversität Heidelberg, spiegeln das wissenschaftliche Profil der Hochschule. Davon profitieren auch die Studierenden, denn an der Universität erworbene Leistungsnachweise werden an der Pädagogischen Hochschule anerkannt.
Auch die unterschiedlichen Kompetenzzentren der Hochschule repräsentieren diese Schwerpunkte: Im Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Förderung werden Erzieherinnen didaktisch fortgebildet; die GIS-Station, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für digitale Geomedien, ist eine Fortbildungseinrichtung für Lehrer und außerschulischer Lernort für Schüler, in der der Einsatz von Fernerkundung und Geoinformationssystemen im Unterricht gefördert wird. Im Kompetenzzentrum „Interkulturelle Pädagogik“ werden Migranten sprachlich gefördert.
Longlife Learning
Das hochschuleigene Institut für Weiterbildung bietet Lehrerfortbildungen, Beratungsangebote für Schulen, Tagungen und erziehungswissenschaftliche Vortragsreihen an. Die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung wendet sich an Führungskräfte, die Entwicklungsprozesse in Unternehmen und Organisationen gestalten.
Von Heidelberg in die weite Welt
Im Akademischen Auslandsamt wird die Teilnahme von Studierenden und Dozenten an den internationalen Austauschprogrammen professionell organisiert. Es bestehen mehr als 30 internationale Hochschulkooperationen mit vielen europäischen Staaten sowie mit Ländern aus Südamerika, USA, Asien und Afrika.
Kulturhochschule „Literatur und Musik am Montag“, ein Forum, in dem bekannte Autoren, begleitet von musikalischen Arrangements, ihre Werke präsentieren – dazu regelmäßige Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen lassen an der Hochschule eine anregende Kulturlandschaft entstehen, die fest verankert im Bildungs- und Kulturangebot der Metropolregion Rhein-Neckar ist.
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